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Ein Abend voller vereinbarer Gegensätze

Poetry Slam und Politik bei einem geselligen Glas Wein? Scheinbar unvereinbar.

Seit dem Salonfähig Slam am Donnerstagabend ein Impulsgeber und After-Work-Special zugleich. Drei Poetinnen und Poeten stellten das Konzept vom „Raumbild Vorarlberg 2030“ der Landesregierung auf den Kopf und füllten die Salonatmosphäre der Villa Müller in Feldkirch mit ihrer Wortkunst. Im Mittelpunkt die Frage „Wohin soll sich Vorarlberg in den nächsten zehn Jahren räumlich entwickeln?“

Neben künstlerischen Antworten gab es für das Publikum auch politische Ansätze zum Mitnehmen. Denn im Podiumsgespräch ließ das Projektteam der Raumplanungsabteilung rund um Stefan Obkircher und Heiko Moosbrugger keine Fragen offen.

Warum sich jetzt genau diese Mischung aus Fakten und Poesie verbinden lässt? Weil neue DenkRÄUME entstehen. TRAUMbilder wachsen und zu RAUMbildern werden. Projektleiter Stefan führt aus: „Das Gegengewicht zu jeder noch so großen Herausforderung ist ein innovativer Gestaltungsgedanke.“

Und die gab es in jeder Ausführung von Ivica Mijajlovic, Nadine Bösch und Ines Strohmaier zu hören.

Ines spannte den Bogen weit von dystopischen zu idealistischen Raumbildern. Von Problematiken zur gemeinsamen Zukunftsentwicklung. Vom Worst-Case- zum Best-Case-Scenario. Kritische Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven verpackte die junge Poetin gekonnt in liebevolle Wortspielereien. Mit „Hallo ich bin Vorarlberg“ und „Ich bau mir eine Stadt“ leitete sie das Kopfkino der Zuhörer ein. Denn schließlich braucht es Menschen, die Visionen und Träume haben.

Diesen Gedanken griff auch Ivica in seinem Text mit „Ich hatte einen Traum“ auf. Vom Einheitsbrei zum nachhaltigen Stadtglück – diese Message untermauerte der Poetry Slam Landesmeister mit Gags jeder Art. Dazwischen geschickt eingeflochten, polarisierende Zahlen und Fakten. Geht es auch darum, Raumbilder zu erhalten? Raumbilder, die erinnern. Raumbilder, die Geschichten bergen. Raumbilder, die unser Leben verändern. Schlussendlich laufen wir alle, um uns zu begegnen.

Raumbilder, die sich stark mit dem „UNS“ auseinandersetzen, malte auch Nadine in die Köpfe der Zuhörer. Raumverdichtung statt Raumvernichtung. Raum für Gemeinschaftskultur. Weg von der Vorarlberger Leistungskultur. Bereits im Titel „Grundfestung“ versteckt, tönten gesellschaftskritische Ansätze mit sanfter Stimme durch den Salon. Welche Raumbilder bestimmen unsere Zukunft? Können wir unsere Zukunft überhaupt planen? Vielleicht dreht sich beim Thema „Raum geben“ alles um das „Jetzt“. Mit ihren philosophisch geistreichen Raumbild-Ideen entschied Nadine schlussendlich das Rennen für sich.

Mit einem Kopf voller Traumbilder, Inspiration und Gesprächsstoff wurde das Publikum schließlich in den Abend entlassen.

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