Mona Egger-Grabher

Mona Egger-Grabher ist Jahrgang 1970 und kam in Bregenz zur Welt, wo sie bis heute lebt. Hauptsächlich beschäftigt sie sich im Leben damit, eine Perle zu sein. An Poetry Slams nimmt sie nun seit 2013 teil. Mona schreibt am liebsten über Banales, über Alltägliches und über ihren Mann. Manchmal richtig alt auf der Bühne, aber immer noch jung genug für Lampenfieber. Die Knie schlottern vor jedem Auftritt, aber wenn die Menschen dann ganz still werden, zuhören und sich auf meine Geschichten einlassen – dann nennt sie das ein saugeiles Gefühl.

Wie beschreibst Du Deine bisherige Erfahrung auf den Bühnen?
Lampenfieber – Angst – Anspannung – Flow – Erleicherung – Glück – JEAHHHH… So ca. in der Reihenfolge. Jedes Mal.

Wie hast Du die Teilnahme an Deinem ersten Poetry Slam in Erinnerung?
Es ist der richtige Ort, der richtige Tag! Ich bin vorbereitet. Alles ist perfekt. Und er kommt auf mich zu. Mit diesem harten Ding. Schiebt es vor meinen Mund und blickt mich aufmunternd an. Er lächelt. Ich bin nervös und unsicher. Hände zittern, Puls geht schneller. Angst. Aber irgendwann muss es ja passieren. Endlich sagen können, es getan zu haben. Eine wichtige Erfahrung machen.

Ich habe schon bei anderen zugeschaut. Im Fernsehen, im Internet, aber auch real. Manchmal fand ich es richtig geil, manchmal war es auch etwas skurril oder sogar zum Lachen. Es gibt auch eigentlich recht viele, die es tun. Und die meisten scheinen dabei viel Spaß zu haben.

Er? – das ist nicht irgendwer. Er hat Erfahrung. Ich hab ihn im Internet gefunden, meinen Mut zusammen genommen und ihn angemailt. Er hatte sich darüber gefreut. Er hatte mir auch geschrieben, unter anderem, dass mein Alter beim ersten Mal egal sei. Schließlich: Das kann man in jedem Alter. Bei einem Poetry Slam mitmachen.

Was war Dein größter Erfolg?
Die Erkenntnis, dass der eine oder andere Text wirklich „funktioniert“ und es den einen oder anderen Zuhörer gut unterhält … Das macht Lust auf mehr.

Was war Deine größte Niederlage?
Beim Slam gibt es keine Niederlagen. Aber wenn ich einen Text vortrage und es nicht schaffe, die Zuhörer zu erreichen oder zu berühren – wie ich mir das beim Schreiben vorgestellt habe – das nervt mich sehr…

Wieso schreibst Du?
Weil ich gerne Geschichten erzähle.

Wieso liest Du das dann vor?
Meistens entstehen meine Texte sehr kurzfristig.