Ivica Mijajlovic

Steckbrief

Name: Ivica Mijajlovic
Aktiv seit: 2008
Geboren: 1990 in Kruševac (Rasina, Serbien)
Wohnt in: Kleinwalsertal (Vorarlberg, Österreich)

Die Story

Ivica kam durch die Wirren des Krieges im Alter von 3 Jahren mit seiner Familie nach Österreich, erstmal nach Lustenau. Mit 8 Jahren ging es dann in das verschneite Tourismusgebiet Kleinwalsertal.

Die Sprache lernte er erst in der Volkschule  kennen. Durch gute Lehrer, deutschsprachige Zeichentrickserien und dem Drang sich mit den anderen Kindern zu unterhalten (er war der einzige ausländische Schüler in seiner Klasse) lernte er relativ schnell die deutsche Sprache. Aufgrund seiner jedoch noch mangelnden Sprachkenntnisse besuchte er die Hauptschule Kleinwalsertal, wechselte jedoch nach der achten Klasse auf die Realschule Sonthofen und somit ins bayrische Schulsystem. Nach der Mittleren Reife versuchte er es auf der Fachoberschule Sonthofen, brach aber dort nach einem Jahr ab und machte eine Lehre als Einzelhandelskaufmann. Nach seiner Lehre ging er auf die  Berufoberschule Kempten wo er in einem Jahr sein Fachabitur nachholte.

Schon als Kind schrieb er gerne Abenteuer. Mit der Pubertät und mit 13, 14 Jahren intensivierte sich sein Schreiben. Jahrelang schrieb er für sich selbst Gedichte und Kurzgeschichten. Mit 18 traute er sich dann erstmals auf eine Bühne bei einem Poetry Slam in Immenstadt. Er kam betrunken und zu spät, las seinen Text vor und gewann auf Anhieb.

Im Allgäuer Raum trat er nun bei fast jedem Poetry Slam auf und konnte viele davon auch gewinnen. Das brachte den Kulturverein Kleinwalsertal 2014 auf die Idee ein Buch mit seinen besten Werken namens „Herzchenkotzweltscheiße“ zu finanzieren und zu veröffentlichen. Die erste Auflage war nach wenigen Wochen vergriffen, so dass 2015 die zweite Auflage erschien. Es folgten gelegentliche Auftritte im süddeutschen Raum sowie ab Ende 2016 auch die ersten Auftritte in Vorarlberg.

Gegenwärtig schreibt er gerade an seinem zweiten Buch. Seine Texte handeln meist vom inneren Krieg, von Liebe und Hass, Krieg und Frieden, sich selbst verlieren und finden. Seine Poetry Slams sind oft gesellschaftskritische Satiren, die aus seinen eigenen Beobachtungen entstehen.